AGİF: Wir verurteilen die Angriffe der IS in Singhar und Mahmur

AGIF-Sari3.CDRWir verurteilen die Angriffe der IS in Singhar und Mahmur

Jahrelang haben EU und USA über die Massaker der IS (Islamischer Staat) geschwiegen. Die IS konnte von ihren Terrorcamps, aus dem NATO-Land Türkei Angriffe gegen die Kurden in Rojava (Nordsyrien) ausführen, ohne mit irgendwelchen Konsequenzen rechnen zu müssen. Sie konnte ohne weiteres, Menschen anderen Glaubens ermorden, verschleppen und versklaven. Sie genießt heute noch Gastrecht in den Terrorcamps in der Türkei. LKW-Ladungen voller Waffen wurden quer durch die Türkei zu diesen Camps verfrachtet. Zuletzt gab es heftige Gefechte um die strategisch wichtige Region Kobane in Rojava (Nordsyrien). Alle bürgerlichen Staaten schauten lange Zeit zu. Erst als sie die jesidisch-kurdische Minderheit in Sengal (Nordwestirak) angriffen und dabei sind, einen großen Völkermord zu begehen, gab es endlich einen Aufschrei.

Nicht mehr wegschauen!

Die IS führt einen Vernichtungskrieg aus. Religiöse und kulturelle Stätte und Städte werden dem Erdboden gleich gemacht. In Singar wurde ein Massaker gegen „Andersgläubige“ angerichtet. Es bahnt sich ein großer Völkermord an. Während zehntausende Menschen in den Singhar-Bergen ausharren und vom Hungers/ Verdurstungstod bedroht konfrontiert sind, schaut die Welt zu. Damit muss Schluss gemacht werden.

HPG und YPG sind die einzige Garantie für das Überleben der Jesiden

Die kurdische Autonomie-Regierung unter Masud Barzani hat ihre Pesmerga-Einheiten zurückgezogen und die jesidischen Kurden ihrem tödlichen Schicksal überlassen. Die Pesmerga-Kräfte ziehen sich vor den Angriffen der IS zurück. Nur die Guerillakräfte der YPG und die HPG (Verteidigungskräfte der kurdischen nationalen Befreiungsbewegung) setzen sich für die jesidischen Kurden in Sengal ein und beschützen sie. Die Kämpfe zwischen den Guerillaeinheiten und der IS gehen weiter und muss von uns unterstützt werden, wenn wir einen großen Völkermord verhindern wollen.

Rojava muss verteidigt werden

Außer Sengal wurden die Flüchtlingscamps um den Dorf Mahmur angegriffen, wo zum größten Teil Sympathisanten der kurdischen Befreiungskräfte leben. Nach fünftägigen Kämpfen wurde Mahmur durch HPG-Kräften von IS-Kräften befreit. Das Schicksal von der Bevölkerung ist mittlerweile mit der fortschrittlichen Revolution in Rojava (Süd-Westkurdistan) verbunden. Um Sengal zu verteidigen muss Rojava verteidigt werden. Sengal und Rojava ist zu einer Einheit verschmolzen.

Wir als AGIF (Föderation der Arbeitsimmigranten in Deutschland) sind uns unserer internationalistischen Aufgaben und Verantwortung bewusst und sagen “Wir sind alle Sengal, Wir sind alle jesidische Kurden”.

Wir solidarisieren uns mit Sengal und mit dem Widerstand dort. Wir rufen alle fortschrittlichen und demokratischen Kräfte in Deutschland auf, sich mit den Opfern von Sengal zu solidarisieren und den Widerstand gegen die IS zu unterstützen.

SOLIDARITÄT MIT DER BEVÖLKERUNG VON SENGAL

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT